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boerse.ARD.de : Rhön Klinikum ist auf der Suche
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Meldung


08.02.2010 09:02
Rhön Klinikum ist auf der Suche
Der Krankenhaus-Betreiber Rhön-Klinikum bleibt auf Einkaufstour. Geld ist da, die Kaufbedingungen werden nach Aussage des Unternehmens immer besser, Gelegenheiten gibt es zuhauf. Mit vielen ist Rhön-Klinikum schon in Kontakt.
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"Wir führen zahlreiche Gespräche", sagte Finanzvorstand Erik Hamann der "Börsen-Zeitung". Überraschend sei, dass der Konzern inzwischen auch von Trägern freigemeinnütziger Krankenhäuser angesprochen werde. Das habe es bislang kaum gegeben. Freigemeinnützige Krankenhäuser werden beispielsweise von Kirchen und Stiftungen getragen.

Hamann rechnet fest damit, dass der Druck auf die Kommunen in der Konjunkturkrise wächst, sich von Häusern zu trennen. "Der Markt dreht nun zum Käufermarkt, wir dürften auf der Hälfte des Weges angekommen sein." Die Privatisierung von Kliniken wird aus Sicht des Managers in vielen Fällen "alternativlos" sein.

2009 ist wie gewünscht gelaufen
Die Übernahmekasse ist gut gefüllt. Rhön hatte im vergangenen Jahr 460 Millionen Euro eingesammelt, um sich für Privatisierungen zu rüsten.

Der fränkische Klinikbetreiber will nach der erfolgreichen Kapitalerhöhung nun auch Finanzierungsquellen im Fremdkapitalmarkt erschließen. In diesem Jahr wird beispielsweise eine Anleihe über 110 Millionen Euro fällig, die abgelöst werden muss. Außerdem läuft ein kleiner Schuldschein über 20 Millionen Euro aus. Und mit den Mitteln aus der Kapitalerhöhung will Rhön nicht seine Schulden tilgen.

Das Unternehmen habe sich mehrere Optionen für die Refinanzierung überlegt und sei in der Entscheidungsphase, sagte der Manager. Der Finanzchef möchte nach eigenen Worten künftig auf der ganzen Klaviatur der Finanzierung spielen.

Wie die Geschäfte 2009 gelaufen sind, werden Anleger erst am Donnerstag erfahren, wenn das Unternehmen seine vorläufigen Zahlen veröffentlicht. Hamann signalisiert, dass die Ertragsziele 2009 erreicht wurden - es werde keine Überraschungen geben.

Marseille-Kliniken vervielfacht Gewinne
Einen ersten Anhaltspunkt mag der Konkurrent Marseille-Kliniken geben, der heute bereits Zahlen bekannt gab. Demnach hat das im Prime Standard notierte Unternehmen seinen Umsatz im ersten Geschäftshalbjahr, das die Monate Juli bis Dezember umfasst, um 5,6 Prozent auf 123,8 Millionen Euro gesteigert.

Der Gewinn der Marseille-Kliniken vervielfachte sich. So stieg das Konzernergebnis vor Minderheiten-Anteilen von 0,8 Millionen auf 3,1 Millionen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte von 4,2 Millionen auf 6,9 Millionen.

bs
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